Konflikte
Westerwelle für Verhandlungen mit Taliban
Berlin - Vor der internationalen Afghanistan-Konferenz Anfang Dezember in Bonn haben sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) dafür ausgesprochen, die Taliban in den innerafghanischen Aussöhnungsprozess einzubeziehen.
Auch De Maizière setzte sich für eine Beteiligung der Taliban an den Gesprächen ein. „In dieser Situation kann der Westen nicht einfach sagen: Ihr seid die Bösen, mit euch verhandeln wir nicht.“ Es könne nicht jeder vom innerafghanischen Aussöhnungsprozess ausgeschlossen werden, „der einmal das Schwert in die Hand genommen hat“. Ein Erfolg sei nur möglich, wenn eine „ausreichende Menge“ der wichtigen Gruppierungen mitwirke.
Westerwelle betonte, er habe kein Problem damit, möglicherweise Taliban am Verhandlungstisch in Bonn die Hand reichen zu müssen. „Ich habe als Außenminister schon Manchem die Hand gegeben. Das ist Teil meiner Arbeitsbeschreibung.“ (dpa)























