Erdbeben
Radioaktivität in japanischem Reaktor steigt massiv
Aktualisiert: 11.03.2011, 23:36 Uhr
Tokio - Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Nummer 1 ist die Radioaktivität auf das 1000-Fache des normalen Werts gestiegen. Das berichtete die Agentur Kyodo am Samstagmorgen (Ortszeit) und berief sich auf die nationale Atomsicherheitsbehörde.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA berichtete, Japan habe sich entschlossen, in dem Problemreaktor Druck abzulassen. Der kontrolliert freigesetzte Dampf solle gefiltert werden, um Radioaktivität in der Anlage zu halten. Nach einer Experteneinschätzung aus Wien ist es aber unwahrscheinlich, dass in solch einer Situation keinerlei Radioaktivität freigesetzt wird.
Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,9 hatte am Freitag in dem Atomkraftwerk dazu geführt, dass Hauptkühlsysteme und Stromversorgung in mindestens zwei Reaktoren ausfielen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte, es bestehe eine ernste Situation. Im äußersten Fall sei auch eine gefährliche Kernschmelze in der Anlage möglich. (dpa)
























