Verbindungen nach Zwickau?

Rechter Terror: Sonderermittlergruppe soll Klarheit bringen

Von Dominik Hammes

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Foto: DPA Archiv- und Symbolfoto: Bernd Thissen

Saarbrücken/Völklingen – Um mögliche Verbindungen zu den Terror-Zellen in Zwickau im Falle des Bombenattentats auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken, sowie etwaige Fehlleistungen der saarländischen Polizei bei den Untersuchungen von Brandstiftungen in den Häusern von Migranten zu überprüfen, wurde eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet.

Wie die „Saarbrücker Zeitung“ („SZ“) berichtet, wurde die Gruppe gemeinsam von Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt und Landespolizeidirektion gegründet um so auf die Berichte möglicher Verbindungen zu der rechten Terror-Zelle in Zwickau zu reagieren. Die bislang ungeklärten Brandstiftungen fallen in den Zeitraum zwischen 2006 und 2011, Ziel waren die Häuser von Migranten in Völklingen.

Die neu eingesetzte Gruppe soll die Fälle auf mögliche Fehler der Erstermittler prüfen, auch nach eventuell übersehenen Spuren soll gesucht werden. Generalstaatsanwalt Ralf-Dieter Sahm will die Theorie überprüfen, die besagt dass es sich hierbei um Brandstiftungen mit rechtsextremistischem Hintergrund handele. Die Brandstiftungen würden jedoch nicht auf eine mögliche Verbindung nach Zwickau überprüft.

Anders sieht das beim Fall eines Bombenattentats auf die Wehrmachtausstellung in Saarbrücken im Jahr 1999 aus. Hier hält Sahm eine Verbindung nach Zwickau für denkbar. Wie die „SZ“ schreibt, wirft die Heinrich-Böll-Stiftung einer der Mitveranstalter der Ausstellung den Behörden vor, nicht mit Nachdruck ermittelt zu haben. Eine Zusammenarbeit mit thüringischen Behörden habe es nicht gegeben, obwohl die Täter bereits zuvor als Bombenbauer bekannt gewesen seien.
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