650 Liter

Vermutlicher Schwarzarbeiter bei Diesel-Schmuggel erwischt

Von Dominik Hammes

Foto: Hauptzollamt Saarbrücken
Foto: Hauptzollamt Saarbrücken Zulässig sind 20 Liter Kraftstoff in einem Ersatzkanister – der vermutete Schwarzarbeiter hatte diese Grenze weit überschritten.

Perl/Saarbrücken – Wie das Hauptzollamt Saarbrücken mitteilt, haben Zöllner des Amtes am vergangenen Freitag einen Schwarzarbeiter bei dem Versuch erwischt, 650 Liter Dieselkraftstoff über die Grenze von Luxemburg nach Deutschland zu schmuggeln.

Gegen 19 Uhr kontrollierten die Zöllner den 29 Jahre alten Fahrer, der in einem Kleintransporter unterwegs war, am Grenzübergang. Im Fahrzeug fanden sie über 20 Ersatzkanister vor, die mit Diesel gefüllt waren. Lediglich ein Kanister mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern dürfen mitgeführt werden, ohne dass der Zoll den Transport aus dem Ausland beanstanden muss, denn Kraftstoffe sind verbrauchssteuerpflichtig.

Der 29-Jährige steht außerdem unter dem Verdacht der Schwarzarbeit. Wahrscheinlich bezieht er Sozialleistungen, obwohl er bei einem Taxiunternehmen angestellt ist.

„Möglicherweise wurde der Kraftstoff auch für das Taxiunternehmen aus dem Landkreis Neunkirchen geschmuggelt. Diesbezügliche Ermittlungen laufen noch“, ergänzt Diana Weis vom Hauptzollamt Saarbrücken.

Gegen den Fahrer und den Firmeninhaber wurde ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Energiesteuergesetz eingeleitet. Die Steuer in Höhe von über 300 Euro wurde noch vor Ort entrichtet. Um die Entsorgungskosten zu sparen, schenkte der Schmuggler den Kraftstoff der Feuerwehr in Perl.
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