Nach schnellem Fahndungserfolg
Mutmaßlicher Uni-Triebtäter jetzt in U-Haft
Von Kevin Körber
Saarbrücken – Nach der Veröffentlichung von Fotos einer Überwachungskamera wurde der gesuchte Mann, der am 8. Dezember eine Studentin am Uni-Campus vergewaltigen wollte, von seiner Freundin erkannt, woraufhin er sich stellte. Gestern wurde er dem Haftrichter vorgeführt.
Gegen den Mann wurde nun Haftbefehl erlassen, bei dem 24-Jährigen bestehe Flucht- und Wiederholungsgefahr, meldet die „Saarbrücker Zeitung“ („SZ“). Er sitze nun in Untersuchungshaft. Der mutmaßliche Täter scheint zudem kein unbeschriebenes Blatt zu sein; mehrfach wurde er unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Raub aktenkundig. Der Saarbrücker wurde erst Anfang des Jahres aus der Haft entlassen. Die letzten fünf Monate seiner Haftstrafe waren auf Bewährung ausgesetzt worden, so die Zeitung.
Schneller Fahndungserfolg durch Facebook?
Erst am Dienstag hatte die Polizei zwei Fotos einer Überwachungskamera veröffentlicht, die durch den schnellen technischen Support der Universität an die Ermittler übergeben werden konnten. Nicht nur Medien zeigten die Bilder des mutmaßlichen Triebtäters; auch über das Internet verbreiteten sich die Fotos in Windeseile. So wurde das Posting alleine über die Facebook-Seite der Universität des Saarlandes binnen weniger Stunden über 4.000 Mal geteilt. Auch newsecho.de veröffentlichte das Fahndungsfoto der Polizei auf Facebook; dieses wurde nach wenigen Stunden zudem mehr als 600 Mal über das Social Network verbreitet.
Zwar lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, ob die virale Suche nach dem Mann zum schnellen Fahndungserfolg beigetragen habe, dennoch wurde die Luft für den Gesuchten nach der raschen Verbreitung – hauptsächlich durch Internetuser aus dem Saarland und der Region um Saarbrücken – merklich dünner. So war es fast nur noch eine Frage der Zeit, bis der mutmaßliche Täter auf den für eine Überwachungskamera durchaus deutlichen Bildern von Freunden oder Bekannten identifiziert werden konnte.
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Als Folge der Übergriffe, werden nun weitere Überwachungskameras auf dem Uni-Gelände installiert, so der Präsident der Hochschule, Volker Linneweber, gegenüber der „SZ“. Auch für bessere Beleuchtung soll künftig gesorgt werden. Frauen sollen in Selbstverteidigungskursen im Hochschulsport verstärkt für den Fall der Fälle ausgebildet werden, zudem bleibt der unmittelbar nach der Tat eingeführte Begleitdienst, der Studentinnen auf dem Campus abholt und bei Dunkelheit zum Auto oder zur Bushaltestelle führt, bis Ende Januar bestehen. Danach entscheide man, ob der Sicherheitsservice dauerhaft eingeführt wird.
























