Energie-Debatte

Renaissance für Kohlekraft an der Saar?

Von Dominik Hammes

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Foto: DPA Im Jahr 2007 hatten sich Bund, Länder, Gewerkschaften und der Bergbau-Konzern RAG auf den Kohle-Ausstieg geeinigt.

Saarbrücken – Im Zuge der aktuellen Debatte um den Ausstieg aus der Atomenergie, befürworten einige saarländische Politiker ein Rückbesinnen auf die Energiegewinnung mit Kohle.

Sowohl Rolf Linsler, der Chef der saarländischen Linken, als auch der Unternehmer und FDP-Kreisvorsitzende Hartmut Ostermann sind laut einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ („SZ“) für eine Fortführung der Steinkohleförderung über das Jahr 2012 hinaus. Linsler sprach von einem „energiepolitischen Irrweg“ und forderte Ministerpräsident Peter Müller (CDU) dazu auf erneut mit dem Bergbau-Unternehmen RAG zu verhandeln, Kohle gebe es genug. Ostermann sieht in der Steinkohle eine notwendige Reservetechnologie, liegt damit jedoch nicht auf der Linie der eigenen Partei.

SPD-Landeschef Heiko Maas rechnet, „SZ“-Berichten zufolge, mit einer „Renaissance“ der Kohlekraftwerke, die Kraftwerksstandorte im Saarland müssten gesichert werden. Der saarländische Kraftwerkpark müsse konsequent gestärkt werden, es müsse „Investitionen in die Standorte und ökologische Innovationen bei der Begrenzung der CO2-Belastung“ geben.

Hubert Ulrich, der Landesvorsitzende der Grünen, bezog einen gegensätzlichen Standpunkt: Ein Ausstieg aus dem Kohlebergbau und gleichzeitig aus der Atomenergie sei ohne Versorgungsengpässe möglich, zuvor hatte Ministerpräsident Müller bereits vor einer erneuten Debatte über die Kohleförderung gewarnt. Die „SZ“ zitiert Simone Peter (Grüne), Landesumweltministerin des Saarlandes mit dem kurzen Statement: „Steinkohle ist nicht die Antwort.“
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