Nach Internet-Fahndung

Studentin fast vergewaltigt: 24-Jähriger stellt sich Polizei

Von Kevin Körber

Foto: DPA
Foto: DPA Ein Zivilfahnder der Polizei zeigt seine Handschellen. (Symbolbild)

Saarbrücken – Nach der Veröffentlichung von Fotos aus einer Überwachungskamera hat sich am Dienstagabend ein 24-jähriger Mann der Polizei gestellt. Er gab zu, eine 20-jährige Studentin im Parkhaus der Universität des Saarlandes Anfang des Monats verschleppt zu haben und versuchte, sie zu vergewaltigen.

Die 29 Jahre alte Freundin des Mannes habe ihn auf den im Internet verbreiteten Fahndungsfotos der Polizei erkannt und überredete ihn daraufhin, sich selbst anzuzeigen. Zunächst meldete sich der arbeitslose 24-Jährige telefonisch bei der Polizei und ließ sich daraufhin ohne Widerstand in der Wohnung seiner Freundin in einem Stadtteil von Saarbrücken festnehmen. Das teilt die Landespolizeidirektion des Saarlandes am Mittwochvormittag mit.

In seiner Vernehmung gab er sowohl die versuchte Vergewaltigung einer 20 Jahre alten Studentin am 8. Dezember, als auch eine weitere versuchte Vergewaltigung sowie den Überfall einer Studentin vom 23. November in Dudweiler zu (newsecho.de berichtete). Darüber hinaus räumte der 24-Jährige ein, zahlreiche Übergriffe auf junge Frauen im November dieses Jahres im Saarbrücker Ortsteil Dudweiler und auf dem Universitätsgelände begangen zu haben.

Die Polizeibeamten fanden bei der Festnahme des Tatverdächtigen Beweismaterial in der Wohnung seiner Freundin, welches seine Schilderungen der Taten untermauerten. Im Laufe des Tages soll der Mann dem Haftrichter vorgeführt werden, die Ermittlungen dauern an.

Rückblick


Der mutmaßliche Täter wollte am 8. Dezember nach 13 Uhr eine junge Studentin vergewaltigen. Dazu zwang er die Frau unter Bedrohung mit einer Waffe im Parkhaus Mitte der Universität, in ihren Wagen zu steigen. Daraufhin dirigierte er die Studentin in ein Waldgebiet im Saarbrücker Stadtteil Güdingen. Dort versuchte er sich an der 20-Jährigen zu vergehen. Der jungen Frau gelang es, sich zu befreien und flüchtete zu Anwohnern. Daraufhin ergriff der Täter die Flucht. Nach der Veröffentlichung der Fahndungsfotos des mutmaßlichen Täters am Dienstag verbreiteten sich diese wie ein Lauffeuer über die sozialen Netzwerke. So wurde auch die Freundin des Mannes auf die Bilder aufmerksam.
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