Missbrauchsfall

Trierer Bischof Ackermann gesteht Fehler ein

Von Kevin Körber

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Foto: DPA Stephan Ackermann, Bischof von Trier und Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). (Archivfoto)

Trier – Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat während einer Gesprächsrunde gravierende Fehler eingeräumt, nachdem im Herbst vergangenen Jahres ein Missbrauchsfall eines Pfarrers in Saarbrücken bekannt wurde.

Letztlich trage er die Verantwortung, sagte Ackermann vor rund 200 Mitarbeitern seines Trierer Bistums. Zugleich wehrte er sich aber gegen die Vorwürfe, man habe den Missbrauchsfall vertuschen wollen. Dies kränke und verletze ihn, zitiert der Südwestrundfunk den Bischof.

Viele Teilnehmer des Gesprächs, bei dem es unter anderem darum ging, wie sexuelle Missbrauchsfälle in Gemeinden künftig aufgearbeitet werden und wie angemessen mit Opfern umgegangen werden kann, übten am Mittwochnachmittag Kritik an Ackermann und dem Generalvikariat des Bistums. Wirkliche Aufklärung werde durch Machtstrukturen innerhalb der katholischen Kirche und des Bistums verhindert. Stephan Ackermann sprach vor den geladenen Gästen von einem Lernprozess. Infolge dessen soll in den kommenden Wochen eine Stelle für Kinder- und Jugendschutz im Bistum eingerichtet werden. Zudem soll das öffentliche Gespräch wiederholt werden.

Ein Pfarrer aus Saarbrücken, der sich nun im Ruhestand befindet, soll in den Achtziger Jahren sexuellen Kontakt zu zwei Messdienerinnen gehabt haben. Das Bistum Trier wurde durch Ermittlungen durch die Polizei auf die Vorwürfe aufmerksam. Der Priester habe daraufhin selbst Anzeige erstattet (newsecho.de berichtete). Das Bistum sei bereits im Januar vergangenen Jahres über den Vorfall informiert worden. Erst nach zehn Monaten wurde der Geistliche laut Medien beurlaubt und der Fall wurde öffentlich.
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