Entschärfnung einer Weltkriegsbombe
Cochem muss am Sonntag evakuiert werden
Von Kevin Körber
Cochem – Bei routinemäßigen Bauarbeiten zum Ausbau des Kaiser-Wilhelm-Tunnels wurde am Donnerstagmorgen eine Weltkriegsbombe auf dem Bahngelände von Cochem zwischen den Gleisen und dem Briederweg gefunden. Am Sonntag wird die Stadt zur Entschärfung der Bombe evakuiert.
Hilfsbedürftige Menschen können sich unter einer Service-Hotline melden, auch Notunterkünfte können eingerichtet werden. Darüber informiert die Stadt in einer am Freitag verteilten Postwurfsendung.
Der Blindgänger wurde bei Bodenmessungen der Baustelle entdeckt. Bei dem Vorgehen wird eine Sonde alle 1,5 Quadratmeter sechs Meter tief in die Erde eingelassen, so die „Rhein-Zeitung“. Fremdkörper im Boden werden durch ein Magnetfeld entdeckt. Die zehn Zentner schwere Bombe ist zirka 1,60 Meter lang und wurde vermutlich am 5. Januar 1945 über Cochem abgeworfen, als über die Hälfte der Stadt zerstört wurde. Die Bombe wurde am Donnerstag mit einem Bagger freigelegt, derzeit wird sie von der Bundespolizei bis zur Entschärfung am Sonntag bewacht.
























