Saarländer ratlos

Milliarden-Rechnung bei Vodafone: So kam sie zustande

Von Kevin Körber – Aktualisiert: 30.09.2011, 11:25 Uhr

Foto: DPA
Foto: DPA Die deutsche Vodafone-Zentrale in Düsseldorf (Archiv).

Saarlouis-Lisdorf/Düsseldorf – In den Fall der Vodafone-Rechnung über eine Milliarde Euro, die ein Saarländer beim Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen für seine Internetnutzung zahlen sollte, kommt nun Klarheit. Wie es zu dem Versehen kommen konnte...

Der 28 Jahre alte Saarländer Semavi Ümit Yavuz erhielt vor wenigen Tagen die Rechnung seines Internetproviders Vodafone und staunte nicht schlecht: statt den üblichen 32 Euro im Monat, die er für seine Standleitung laut Vertrag zahlt, wurde er aufgefordert, die schwindelerregende Summe von 1.016.627.411 Euro – also über eine Milliarde – zu zahlen (newsecho.de berichtete). Das Unternehmen gab in dem Schreiben zudem an, Yavuz solle die Summe, die rund einem Neuntel des Vodafone-Umsatzes 2010/2011 entspricht, kurzfristig begleichen. Ratenzahlung werde nicht akzeptiert.

Der Vodafone-Kunde konnte sich diese Summe nicht erklären. Auch bei der Hotline des Düsseldorfer Unternehmens kam er, seinen Angaben zufolge, nicht weit. Der 28-Jährige habe sich am Ende gezwungen gefühlt, einen Anwalt in der Sache zu bemühen.

Unternehmen nimmt Stellung zum Vorfall


Nun äußerte sich Vodafone-Sprecher Bernd Hoffmann gegenüber newsecho.de zu dem kuriosen Vorfall. So stellte er klar, dass dem Schreiben mit dem Titel „Ablehnung Zahlungsplan“, bereits ein Mahnverfahren voraus ging. Der Saarländer habe daraufhin um einen Zahlungsplan gebeten. Die Rechnung über die offene Gesamtsumme, sei laut Vodafone jedoch korrekt ausgewiesen worden. Lediglich im Anschreiben wurde versehentlich die Rechnungskontonummer des 28-Jährigen als zu zahlender Betrag genannt.

Weiterhin sagte Hoffmann, Vodafone habe daraufhin auch eine Korrektur dieses Schreibens an Yavuz gesendet. Aus Kulanz bat man ihm sogar einen Vergleich an, sodass er lediglich die Hälfte der noch offenen Zahlungen begleichen sollte.
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