„BuViSoCo"-Teilnehmer Saarland

Mikroboy: „Mit Fairness hat das gar nicht so viel zu tun“

Von Nadja Passon

Foto: ProSieben/newsecho.de
Foto: ProSieben/newsecho.de Mikroboy-Sänger Michael Ludes (Mitte) trat schon 2006 beim „Bundesvision Song Contest“ für das Saarland an. Damals noch mit der Band Reminder.

Am 1. Oktober treten 16 Bands und Einzelkünstler aus 16 Bundesländern beim „Bundesvision Song Contest“ an, um neben Punkten für ihre musikalische Darbietungen auch Sympathien der Zuschauer einzuheimsen. newsecho.de stellt die Teilnehmer des Raab-Contests im Interview vor. Heute: Mikroboy für das Saarland.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet Raab in diesem Jahr seinen „Bundesvision Song Contest“ („BuViSoCo“), ein Grand-Prix der Bundesländer Deutschlands. Etablierte Bands treten am 1. Oktober in der Max-Schmeling-Halle in Berlin gegen bisher unbekannte Geheimtipps und regionale Newcomer an. Nicht immer ein Kräftemessen auf gleicher Augenhöhe, doch eine Musikförderung wie es sie hierzulande kein zweites Mal gibt.

Die Band Mikroboy wird das Saarland beim „Bundesvision Song Contest“ mit ihrem Song „Nichts ist umsonst" vertreten. Michael, Frontmann und Sänger der Band, wird dann allerdings bereits zum zweiten Mal auf der Contest-Bühne stehen. Im Jahr 2006 trat er mit seiner ehemaligen Band Reminder, in der er ebenfalls Sänger war, an. Zu dieser Zeit war „Musik noch mehr ein Hobby“, wie er im newsecho.de-Interview erzählt. Auf die Frage, ob er nun andere Erwartungen und Vorstellungen als vor seinem ersten Auftritt habe, antwortet er: „Verändert hat sich natürlich mein Verhältnis zur Musik. In den letzen vier Jahren ist, nicht zuletzt durch mein Studium, Musik zu meinem Beruf geworden. Klar habe ich da höhere Erwartungen an mich selbst."

Mikroboy mit ihrem Titel „Nichts ist umsonst“

Kritiker vergleichen bereits jetzt die relativ junge saarländische Band mit Größen wie Kettcar oder ClickClickDecker – „beides zwei deutsche Indie-Bands, die Texte schreiben, bei denen man vom Hören nicht unbedingt dümmer wird“, so die Saarland-Vertreter. Mikroboy wollen aber nicht so weit gehen und sich in musikalischer Hinsicht mit ihnen vergleichen lassen. Viel eher ist Michael darum bemüht, den eigenen Songs „stets ihre eigene Note mit auf den Weg zu geben“. Auch wenn Mikroboy „keine musikalische Neuerfindung“ ist; in den Contest starten die drei Jungs mit wenig Wettbewerbsgedanken: „Auch wenn diese Veranstaltung das Wort ‚Contest‘ im Namen hat, geht es da ja nicht so sehr ums gewinnen.“

„MIt Fairness hat das gar nicht so viel zu tun“, sagen Mikroboy über die Gegenüberstellung von Chartstürmern und Newcomern beim Raab-Contest. Ihre große und bekannte Konkurrenz wie Ich + Ich oder Unheilig betrachten sie viel eher als Wegbereiter für einen höheren Bekanntheitsgrad: „Das Konzept, ein paar große Namen einzuladen, um eine gewisse EInschaltquote zu erreichen, die es dann wiederum ermöglicht, der Öffentlichkeit die ein oder andere Newcomerband vorzustellen, scheint mir relativ clever zu sein", sagt Mikroboy-Frontmann Michael im Gespräch.

In der „BuViSoCo“-Vergangenheit wurde das Saarland jedoch nicht ausschließlich von rein saarländischen Bands vertreten. 2005 gingen Klee, 2009 Pilot – beide aus Nordrhein-Westfalen – für das kleine Bundesland ins Rennen um die Song-Contest-Krone. „Ich finde, Klee und Pilot haben ihre Sache sehr gut gemacht“, so Michael Ludes. „Zu den anderen Bands kann ich gar nicht so viel sagen, da ich die weder kenne, noch ihre Auftritte damals gesehen habe.“

Mikroboy treten am 1. Oktober (20:15 Uhr, ProSieben) für das Saarland mit dem Titel „Nichts ist umsonst“ an. Morgen im newsecho.de-Interview zum „Bundesvision Song Contest“: Sebastian Hämer für Mecklenburg-Vorpommern.
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