„BuViSoCo”-Teilnehmer Thüringen

Norman & Ryo haben keine Zeit zum Daumen drücken

Von Nadja Passon

Foto: ProSieben
Foto: ProSieben Norman Sinn & Ryo: Das Duo will es für Thüringen richten.

Am 1. Oktober treten 16 Bands und Einzelkünstler aus 16 Bundesländern beim „Bundesvision Song Contest“ an, um neben Punkten für ihre musikalische Darbietungen auch Sympathien der Zuschauer einzuheimsen. newsecho.de stellt die Teilnehmer des Raab-Contests im Interview vor. Heute: Norman Sinn & Ryo für Thüringen.

Die beiden „Zughafen”-Künstler Norman Sinn und Ryo werden am Freitag mit ihrem gemeinsamen Song „Planlos” das Bundesland Thüringen vertreten. Bisher gab es noch keine Zusammenarbeit der beiden Musiker – man darf gespannt sein.

Die freudige Nachricht, dass die beiden zusammen beim Contest antreten dürfen, konnten Norman und Ryo erst gar nicht richtig realisieren. „Ich war gerade auf dem Weg nach Ungarn und habe die SMS mit der Info ein paar Mal durchlesen müssen”, erzählt Norman im newsecho.de-Interview. Bei Ryo kam die Zusage mehr als passend: „Die Zusage kam genau an meinem Geburtstag. Ich stand noch ein paar Tage wie neben mir“.

Angst vor der großen Konkurrenz haben sie keine. Ich + Ich oder Unheilg betrachten sie als „große Namen, die auch ein großes Publikum mit sich bringen” und nicht als unfaire Konkurrenz. „Für uns ist es schon ein riesen Gewinn, so viele Menschen an einem Abend zu erreichen.” Mit dem Song-Contest werden die beiden tatsächlich das erste Mal ein solch großes Publikum erreichen können. Für sie ist klar, dass Stefan Raab „einfach ein musikbegeisterter Typ ist. Wer sonst hätte sowas in Deutschland auf die Beine gestellt?“


Norman Sinn & Ryo mit „Planlos“

Norman und Ryo freuen sich auf die verschiedenen Bands und Künstler. „Wir wünschen allen ein gutes Gelingen und Spaß”. Doch für Daumen drücken werden sie keine Zeit haben, wie die beiden fürchten – „weil wir die ganze Zeit am Klatschen sind“.

Obwohl sich beide Künstler noch nicht an einem Bekanntheitsgrad wie Ich + Ich erfreuen können, haben sie dennoch bereits etliche schöne Auftritte hinter sich, an die sie gerne zurückdenken. „Ich kann mich an einen schönen Auftritt in La Paz (Bolivien) erinnern. Dort gab ich zusammen mit Freunden im Rahmen einer Workshop-Tour für das Goethe Institut ein Konzert vor 700 Schülern. Auf Grund der dünnen Luft war es wortwörtlich atemberaubend. Aber auch als Co-Sänger für Clueso auf der Grönemeyer-Tour 2007 konnte ich wahnsinnige Eindrücke sammeln”, schwärmt Norman Sinn im Gespräch.

Ryo erinnert sich gerne an einen Aufritt in der Volkswagen-Halle vor 8.000 Menschen. Er schätzt aber auch Konzerte mit geringerem Publikum: „Genauso wichtig sind mir aber die kleinen Konzerte, bei denen ich weiß, dass Freunde im Publikum sind.” Am 1. Oktober fallen für ihn sogar zwei sehr wichtige Ereignisse auf den gleichen Tag: „Den ‚BuViSoCo‘ 2010 werde ich definitiv nicht vergessen, da am 1. Oktober auch mein Debütalbum ‚So gesehen unmöglich‘ erscheinen wird”.

Mit dem Album will Ryo dann auch gleich „raus auf die Bühnen”; eben ganz nach seinem Motto „die Zukunft ist jetzt”. Norman Sinn hingegen plant sich erst einmal „im Studio zu vergraben”, um sein Album aufzunehmen, das dann zur von ihm supporteten Clueso-Tour 2011 erscheinen wird.
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