Zum 16. Show-Geburtstag

Die ersten hundert Jahre „Harald Schmidt Show“

Von Dominik Hammes

Foto: DPA
Foto: DPA Harald Schmidt am 5. Dezember 1995 vor dem „Capitol“ in Köln. Hier startete die „Harald Schmidt Show“ vor genau 16 Jahren.

Die DVD-Box „Die Harald Schmidt Show – Die ersten hundert Jahre“ ist ein seltsames Artefakt deutscher Fernsehkultur. Seltsam deshalb, weil sie zu einer Zeit erscheint, in der die „Harald Schmidt Show“ längst wieder von ihrem Ausflug in die ARD zurück in Sat.1 angekommen ist, einen Oliver Pocher hinter sich gelassen hat und – dennoch irgendwie nicht mehr dieselbe ist.

Rein emotional wirkt das vor kurzem erschienene Best-of der Jahre 1995 bis 2003 wie die lang ersehnte Veröffentlichung einer längst abgesetzten Sendung – und gänzlich falsch ist das nicht. Nur wenige vollständige Folgen haben es in die gut ausgewählte Sammlung geschafft: Wird man zunächst mit der heute schon fast peinlichen Anfangszeit konfrontiert, bei der die Sendung derartig stark als Kopie der Late Night von David Letterman angelegt war, dass das Format als Fremdkörper im deutschen Fernsehen empfunden werden musste, wird es bald besser.

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Diese Anfangszeit ist eher von sendungshistorischem Wert, aber das ist bei den übrigen vollständigen Folgen kaum anders: Die erste Sendung nach dem 11. September 2001, die (vorerst) letzte Sendung in Sat.1, die Sendung komplett in französischer Sprache und Herrn Schmidts sehr persönliche Führung durch eine Miniaturausgabe des Nürtinger Bahnhofs – das sind die Eckpfeiler der DVD-Box.

Wichtiger und weitaus umfangreicher sind jedoch die Themenschwerpunkte, die von dem wunderbaren Dr. Udo Brömme über die auf Analverkehr fixierten Handpuppen „Bimmel und Bommel“ bis hin zu den Wichtelspielen der Studiofamilie Schmidt reichen. Insbesondere letztere gehören zu den Sternstunden der Show und sind hier – so wie es sein soll – zusammen auf einer DVD zu finden.

„‚Bimmel und Bommel‘ – ein super Puppenspiel für Groß und Klein.“

In einem über eine Stunde langen, neuen Interview gibt der ehemalige Redaktionsleiter Manuel Andrack – Schmidts Sidekick in der Hochzeit der Sendung – wird ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen geboten. Anscheinend in einem Archiv sitzend, geht der, auch heute noch ab und an in der „Harald Schmidt Show“ erwähnte Autor, auf viele Details ein. Sei es das entwaffnende Geständnis, wie schlimm die Anfangszeit war, oder der Einblick in die Abläufe in der Redaktion – das Interview gibt Fans Antworten auf viele Fragen und natürlich ein Wiedersehen mit einem der sympathischsten Mitglieder des alten Sat.1-Ensembles.



Umfangreich, gut ausgewählt und beinahe vollständig – so könnte man die Best-of-Sammlung bezeichnen. Beinahe vollständig, da eine Stellungnahme von Schmidt selbst ein wenig fehlt. Ein Audiokommentar gemeinsam mit Andrack, oder ein vergleichbares Interview, das hätte der runden Sammlung für Fans die Krone aufgesetzt.

newsecho.de verlost die DVD-Box „Die Harald Schmidt Show – die ersten hundert Jahre“

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info@newsecho.de und beantworten Sie folgende Gewinnfrage: Aus welchem Studio wurde die erste Sendung der „Harald Schmidt Show“ am 5. Dezember 1995 gesendet? Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt. Einsendeschluss: 13. Dezember 2011, 15 Uhr.
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