Vorabendshow ab 2012
Gottschalk wechselt vom ZDF zur ARD
Aktualisiert: 15.07.2011, 15:58 Uhr
München/Berlin - Thomas Gottschalk geht auf volles Risiko: Im letzten Drittel seiner Karriere verlässt der 61-Jährige die vertraute Showbühne am Samstagabend und versucht sich erneut an einer fast täglichen Live-Sendung - ein Unterfangen, mit dem er schon einmal gescheitert ist.
Eine wöchentliche Talkshow wollte man ihm geben, zusätzlich einige Abendshows. Die Benefizgala „Ein Herz für Kinder“ und den ZDF-Jahresrückblick moderierte Gottschalk ohnehin seit Jahren. Doch offensichtlich wollte es Gottschalk nochmal wissen.
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- Thomas Gottschalk und „Wetten, dass..?“
Zumindest personell steht die ARD jetzt blendend da: Nach dem Weggang von Jörg Pilawa zum ZDF wurde zunächst Gottschalk-Freund und RTL-Quotenbringer Günther Jauch für den Sonntags-Talk verpflichtet, dann wechselten Sat.1-Show-Allzweckwaffe Kai Pflaume und ProSieben-Spaßmoderator Matthias Opdenhövel zum „Ersten“, nun auch noch der TV-Dino „Thommy“.
Naturgemäß überschlug sich die ARD am Freitag nach der Verkündung des TV-Coups mit Lob: Der Grimme-Preis für Gottschalk spreche Bände (Herres), „einer der größten Entertainer“ (Vorabendkoordinator Frank Beckmann) und eine „stilprägende Persönlichkeit“ (ARD-Vorsitzende Monika Piel) sei nun zur ARD zurückgekehrt. Denn in den 70er Jahren hatte Gottschalk als Radiomoderator beim Bayerischen Rundfunk seine Karriere gestartet.
Der Showmaster ist sich des Risikos sehr wohl bewusst - im Juni hatte er vor der Mallorca-Ausgabe von „Wetten, dass..?“ selbst orakelt: „Es gibt ein großzügiges Angebot vom ZDF, und es gibt ein Angebot von der ARD, das eine große Herausforderung darstellt, aber das Risiko ist größer.“ Die TV-Plaudertasche hat sich für das Risiko entschieden - nach dem Motto: „Top, die Wette gilt!“
Die Nachfolge bei „Wetten, dass..?“ ist noch nicht geregelt. Derzeit gilt Entertainer Hape Kerkeling in der Branche als aussichtsreichster Kandidat, aber auch eine andere Variante mit Gottschalks bisheriger Co-Moderatorin Michelle Hunziker als Gesicht der Sendung gewinnt an Konturen. Jedenfalls gab die 34-jährige Schweizerin zuletzt auffallend viele Interviews, war mit Fotostrecken in Hochglanzmagazinen präsent, erhielt in der „Bild“ am Freitag sogar die Titelgeschichte - Schlagzeile: „Hunziker feuert ihren Bodyguard“. Das hat zwar alles nicht viel mit „Wetten, dass..?“ zu tun, aber fürs Fernsehgeschäft gilt ja: Hauptsache, man bleibt im Gespräch. (dpa)
























