Saar-Krimi

SR trennt sich von seinen „Tatort“-Ermittlern

Von Kevin Körber

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Foto: dpa Eine Szene aus dem saarländischen „Tatort“: Die Hauptkomissare Kappl (Maximilian Brückner) und Deininger (Gregor Weber) ermitteln.

Saarbrücken – Die beiden „Tatort“-Kommissare des Saarländischen Rundfunks (SR) werden im Januar zum letzten Mal ermitteln. Der Sender will ein neues Konzept für den Saar-„Tatort“ entwickeln.

Franz Kappl (Maximilian Brückner) und Stefan Deininger (Gregor Weber) ermitteln derzeit für den SR als „Tatort“-Kommissare. Wie der Sender am Montag bekannt gab, werden die beiden Schauspieler mit Auslaufen ihrer Verträge ihren letzten Fall am 22. Januar abhandeln. „Mit den Figuren Franz Kappl und Stefan Deininger setzte der SR seit 2006 auf ein Ermittlerteam, dass seine Dynamik aus der regionalen und mentalen Unterschiedlichkeit der Typen gewinnt“, so der verantwortliche Redakteur Christian Bauer in einer Mitteilung. „Die Story dieses ungleichen Paares ist aber aus unserer Sicht jetzt zu Ende erzählt.“

Inhaltlich soll der Saar-„Tatort“ nun neu ausgerichtet und ein neues Konzept entwickelt werden. Dafür zeichnet nun die Programmgruppe Unterhaltung und Sonderprogramme/Fernsehspiel im Saarbrücker Funkhaus Halberg verantwortlich. „Der Abschied von Kappl/Deininger stimmt mit Blick auf die gute Zusammenarbeit einerseits traurig“, so Programmgruppenleiterin Andrea Etspüler, „bietet aber andererseits die Chance eines neuen Konzepts für den saarländischen ‚Tatort‘“.

SR-Sprecher Peter Meyer ist dankbar für die sieben produzierten Folgen mit dem bayerisch-saarländischen Ermittlerduo. Damit habe man gezeigt, „dass regionale Unterschiede zu einem spannenden Miteinander führen können“.

Hauptkommissar Franz Kappl löste im Oktober 2006 den bisherigen „Tatort“-Kommissar Max Palu (Jochen Senf) ab. Gregor Weber, der durch die ARD-Serie „Familie Heinz Becker“ große Bekanntheit erlangte, stand bereits seit 2001 mit Jochen Senf beim „Tatort“ vor der Kamera. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa versicherte SR-Sprecher Meyer, dass der Wechsel der Figuren nichts mit der Quote zu tun habe. Diese seien „völlig okay“ gewesen.
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