„BuViSoCo"-Teilnehmer Meck-Pomm

Sebastian Hämer: „Endlich kann ich zeigen, was ich drauf habe“

Von Nadja Passon

Foto: ProSieben/newsecho.de
Foto: ProSieben/newsecho.de Hämer steuerte den offiziellen Song „Wir glauben an euch“ zur DFB-Kampagne „Der vierte Stern für Deutschland“ bei.

Am 1. Oktober treten 16 Bands und Einzelkünstler aus 16 Bundesländern beim „Bundesvision Song Contest“ an, um neben Punkten für ihre musikalische Darbietungen auch Sympathien der Zuschauer einzuheimsen. newsecho.de stellt die Teilnehmer des Raab-Contests im Interview vor. Heute: Sebastian Hämer für Mecklenburg-Vorpommern.

Sebastian Hämer wird beim „Bundesvision Song Contest“ Mecklenburg-Vorpommern mit dem Titel „Is' schon ok“ vertreten. Obwohl er dann das erste Mal vor einem Millionenpublikum stehen wird, sucht man bei ihm vergebens nach Anzeichen großer Aufregung. „Endlich kann ich zeigen, was ich drauf habe und mich mit Größen wie Ich + Ich oder Unheilig messen, das ist eine super Sache“, erzählt der Sänger von der Ostsee im newsecho.de-Interview.

Dass er und seine anderen Newcomer-Kollegen sich mit Riesenacts wie Ich + Ich oder Unheilig messen müssen, findet Sebastian jedoch nicht unfair: „Ich finde das eher cool. Erst durch das Messen mit solch großen und bekannten Künstlern kann ich oder die Küstenkinder hier oder woher man auch immer kommt, zeigen, was man kann. Dazu kommt noch der riesen Slot und natürlich die große Bühne, das ist sehr aufregend. Und ich freue mich, dass ich auch mal gegen etablierte Künstler antreten kann“.


Sebastian Hämer mit seiner Single „Is' schon ok“

Am Anfang seiner Karriere kannte man Sebastian Hämer bloß als den „fliegenden Mann“. Das Pseudonym verwendete er, um potenzielle Fans neugierig zu machen. Erst nach 100.000 Klicks auf seiner Website gab er seinen Namen preis. Zuvor kannte man nur seine Stimme – und die würden von vielen Hören mit Xavier Naidoo verglichen oder gar verwechselt. Auf die Frage, ob ihn die ständigen Vergleiche mit dem bekannten Soul-Sänger lästig wären oder doch eher schmeicheln, antwortete er: „Es gibt auf jeden Fall schlimmere Künstler, mit denen man verglichen werden kann. Xavier ist ein sehr guter Sänger mit einer einmaligen Stimme und mit ihm verglichen zu werden, das ehrt mich natürlich. Aber wir machen doch unterschiedliche Musik und sind zwei eigenständige Künstler.“

Nach dem erfolgreichen Song „Sommer unseres Lebens“, der Sebastian im Jahr 2006 erstmals in die deutschen Charts brachte, ließ er 2010 mit dem Titel zur Fußball-WM „Wir glauben an euch“ wieder von sich reden machen. Seine Auftritte auf der Fanmeile zählt er auch zu seinen bedeutendsten Auftritten, wie er im Gespräch erzählt: „Ich hatte zwar sehr viele Auftritte, die für mich bedeutend gewesen sind. Aber am Brandenburger Tor oder auf der Fanmeile in Berlin, mit so vielen Zuschauern ist das immer etwas ganz Besonderes.“ Und plötzlich merkt man dann doch Anspannung bei dem selbstsicheren Künstler: „Den Contest kann man damit aber nicht vergleichen, da ist ja ein noch viel größeres Publikum da. Aber das ist schön, ich erlebe immer was Neues, immer etwas anderes.“

Wer den „BuViSoCo“ gewinnen soll, ist für Hämer ganz klar: „Also, in erster Linie: ich. Und in zweiter Linie... ich! Also: Ich und Ich“, witzelt er.

Für die Zukunft plant Sebastian „ein paar Kirchen abzuklappern". „Wir wollen also eine Art Weihnachtstour machen, darauf freue ich mich sehr.“ Danach will er sich für das nächste Jahr erst einmal „im Studio einschließen und an neuen Songs basteln.“ Denn bald schon soll ein neues Album des Sängers aus dem Ostseebad Prerow folgen.

Sebastian Hämer tritt am 1. Oktober (20:15 Uhr, ProSieben) für Mecklenburg-Vorpommern mit dem Titel „Is' schon ok“ an. Am Montag im newsecho.de-Interview zum „Bundesvision Song Contest“: Silly für Sachsen-Anhalt.
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