„BuViSoCo“-Teilnehmer Hamburg

„Selig macht selig"

Von Nadja Passon

Foto: ProSieben/newsecho.de
Foto: ProSieben/newsecho.de Selig gehen bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ für Hamburg ins Rennen.

Am 1. Oktober treten 16 Bands und Einzelkünstler aus 16 Bundesländern beim „Bundesvision Song Contest“ an, um neben Punkten für ihre musikalische Darbietungen auch Sympathien der Zuschauer einzuheimsen. newsecho.de stellt die Teilnehmer des Raab-Contests im Interview vor. Heute: Selig für Hamburg.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet Raab in diesem Jahr seinen „Bundesvision Song Contest“ („BuViSoCo“), ein Grand-Prix der Bundesländer Deutschlands. Etablierte Bands treten am 1. Oktober in der Max-Schmeling-Halle in Berlin gegen bisher unbekannte Geheimtipps und regionale Newcomer an. Nicht immer ein Kräftemessen auf gleicher Augenhöhe, doch eine Musikförderung wie es sie hierzulande kein zweites Mal gibt.

 

Mit ihrem Gründungsjahr 1993 ist die Band Selig, die am 1. Oktober beim „Bundesvision Song Contest“ auftreten wird, eine der ältesten und erfahrensten Bands. Doch obwohl die berühmten Echo-Preisträger mit einer riesigen Fangemeinde schon diverse Auftritte hinter sich haben, ist der Contest für sie etwas Spezielles. „Die Show ist mit ihrem Konzept etwas Besonderes. Da Musik im Fernsehen ja kaum Platz eingeräumt wird, ist sie für uns als Band eine der raren Möglichkeiten, unsere Musik über das Fernsehen in die Wohnzimmer der Nation zu bringen. Gerade die Mischung bekannter und unbekannter Künstler ist so sonst gar nicht auf dem Schirm zu sehen“, erzählen sie im newsecho.de-Interview.

 

Gerade, weil das Fernsehen immer weniger Musikern einen Platz zur Profilierung bietet, bewerten sie Stefan Raabs Engagement sehr hoch. „Er gibt eben auch unbekannten Musikern im Fernsehen ein Forum. Das ist gut.“ Vor allen Dingen bewundern sie, dass Raab all seine Musik- und Sportevents mit solch großem Enthusiasmus betreibt.


Da „einige kommerziell wesentlich potentere Bands mitmachen“ machen sie sich über ihre Siegeschancen „keine Illusionen“, wie sie im Gespräch gestehen. Doch darin sieht die Grunge-Band, deren klassische Fangemeinde sie selbst nicht unbedingt zu dem „Gros der Zuschauer“ des „BuViSoCo“ zählen würde, keinen Grund zur Entmutigung. Im Format des Bundes-Grand-Prix und dessen bunt gemischten Teilnehmern sehen sie viel eher einen ganz anderen Reiz: „Leute zu erreichen, die mit unserer Musik bisher noch nicht in Berührung gekommen sind und für den seligen Sound zu begeistern.“

 

Auf die Frage, wem sie persönlich die Daumen für den Contest drücken würden, antworten die fünf Deutschrocker entschieden: „Bernd Begemann und Dirk Darmstaedter – unseren Nachbarn und Zeitgenossen“.

 


Selig mit „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“

 

Die 1993 gegründete und 2008 reunierte Grunge-Band legt großen Wert auf die Eigenart ihrer Musik und setzten sich Begriffen wie „Hippie-Metal“ entgegen, wie Kritiker ihre Musik oft bezeichnen. „Diesen Begriff muss man relativieren, da wir keine Hippies im klassischen Sinne und auch keine Metal Band sind“, erklären sie uns. „Wir sehen uns als Unikate und hoffen, dass wir auch so wahr genommen zu werden. Selig macht selig.“

 

Auch nach etlichen Auftritten und immenser Bühnenerfahrung, Welttourneen und Auszeichnungen erinnert sich die Band an ein ganz bestimmtes Ereignis immer wieder gerne zurück: „Der magische erste Moment im Proberaum. Das hat uns füreinander entflammt und all den Wahnsinn, der dann folgte, möglich gemacht.“


Selig treten am 1. Oktober (20:15 Uhr, ProSieben) für Hamburg mit dem Titel „Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ an.

 

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