Schneller und flacher

Apple-Chef Jobs stellt iPad 2 vor

Von Kevin Körber

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Foto: DPA Apple-Chef Steve Jobs präsentierte auf der Bühne nach krankheitsbedingter Auszeit das neue iPad 2.

Cupertino – Nach einer krankheitsbedingten Auszeit hat Apple-Chef Steve Jobs am Mittwochabend im Yerba Buena Center for Arts in San Francisco die neueste iPad-Generation vorgestellt. Das iPad 2 ist nicht nur 33 Prozent flacher als sein Vorgänger, sondern bietet nun auch Videotelefonie.

Viele im Vorfeld aufgetauchte Gerüchte haben sich während der Apple Keynote am Mittwoch bewahrheitet. Das iPad 2 wird nicht nur um einiges flacher und leichter (8,8 Millimeter tief, 601 beziehungsweise 613 Gramm), sondern unterstützt durch seine neue Front- und Rückkamera auch Videotelefonie über den Apple-Dienst Facetime. Während die Frontkamera VGA-Auflösung bietet, können mit der Rückkamera HD-Videoaufnahmen bis zu 720p geschossen werden.

Mehr Power, kein Retina Display

Unter der Haube des komplett überarbeiteten iPad-Designs hat man bei Apple mächtig geschraubt: Der neue 1 Gigahertz Dual-Core-Prozessor A5 soll, neben schnellerem Arbeiten auf dem Tablet, auch eine bis zu neunfach schnellere Grafikleistung bieten. Am Bildschirm allerdings, wurde nicht viel geändert. Das iPad 2 wird ohne Retina Display mit einer Auflösung von maximal 1024 x 768 Pixeln bei 132 ppi daher kommen und damit nicht zum iPhone 4 aufschließen können. Dies wurde allerdings bereits im Vorfeld vermutet; bei der Größe des Touchscreens wären die Kosten für eine solch hohe Pixeldichte vermutlich in die Höhe geschossen.

Ein optionaler Adapter (39 US-Dollar) ermöglicht künftig die HDMI-Ausgabe in einer Auflösung bis zu 1080p auf einem größeren Fernseher. Praktisch: Während der Nutzung kann das iPad parallel über den Adapter an den Strom angeschlossen und geladen werden.

Schwarz oder Weiß? Verkaufsstart in Deutschland am 25. März

Die Laufzeit des Akkus hat sich, im Vergleich zur ersten iPad-Generation, nicht geändert und ermöglicht laut Herstellerangaben bis zu zehn Stunden Surfen mit Wi-Fi, Video- oder Musikwiedergabe.

Das iPad 2 wird in den USA ab dem 11. März, in Deutschland als eines der ersten europäischen Ländern ab dem 25. März in den Farben Weiß und Schwarz im Handel erhältlich sein. Preislich orientiert sich Apple ganz an den bisher bekannten Preisen des iPad der ersten Generation. So wird das 16-Gigabyte-Modell mit Wi-Fi bereits ab 499 US-Dollar erhältlich sein. Mit 32 Gigabyte an Bord schlägt das iPad 2 dann mit 729 US-Dollar zu Buche (Wi-Fi und 3G) und in der teuersten Ausstattung (64 Gigabyte, Wi-Fi und 3G) werden 829 US-Dollar fällig.

iOS 4.3 vorgestellt

Gleichzeitig kündigte man die Veröffentlichung des aktualisierten mobilen Betriebssystem iOS 4.3 für den 11. März an. Unter anderem wird es möglich sein, via AirPlay auch Inhalte anderer App-Hersteller direkt auf die Set-Top-Box Apple TV zu streamen. Die interessanteste Neuerung stellt jedoch die Funktion des persönlichen Hotspots dar. Dabei lässt sich ein Hotspot errichten, über den sich andere WLAN-Geräte über das UMTS-Netz des Handys verbinden können. Dieses Features bleibt allerdings iPhone-4-Nutzern vorenthalten. Das Update wird iPad-, iPhone- und iPod-Touch-Nutzern ab dem 11. März über iTunes zur Verfügung stehen.
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