Nun auch das iPhone 5?

Apple soll erneut iPhone-Prototyp in Bar verloren haben

Von Kevin Körber

Foto: Screenshot 9to5mac.com
Foto: Screenshot 9to5mac.com Fotografiert im Juli: Hält hier ein Apple-Mitarbeiter einen Prototyp des bereits heiß ersehnten iPhone 5 in Händen?

San Francisco – Ist es etwa schon wieder passiert oder handelt es sich nur um einen großen PR-Gag? Einem Bericht zufolge, soll erneut ein Apple-Mitarbeiter einen Prototypen des neuen iPhone 5 in einer Bar in San Francisco verloren haben. Die Gerüchteküche brodelt...

Sollten die Informationen, die von der Tech-Website „CNET“ in Umlauf gebracht wurden, tatsächlich stimmen, könnte man es inzwischen treffend mit „The same procedure as every year“ beschreiben. Denn was im letzten Jahr Apple – und insbesondere Steve Jobs – die Präsentation vermasselte, könnte sich wiederholen: „CNET“ meldet, dass bereits im Juli dieses Jahres ein iPhone-5-Prototyp in der Bar „Cava 22“ in San Francisco abhanden gekommen sei.

Ein Mitarbeiter des, ebenfalls in San Francisco ansässigen, Apple-Konzerns, soll den unbezahlbaren Prototypen der nächsten iPhone-Generation dort verloren haben. Danach sei das Sicherheitsteam von Apple auf den Plan gerufen worden. Mittels Ortung konnte die Spur des Smartphones aufgenommen werden. Sie führte von der Bar „Cava 22“ in ein Haus in der Nachbarschaft Bernal Heights. Daraufhin wurde die Polizei von dem Verlust des Prototypen in Kenntnis gesetzt.

iPhone-Prototyp bereits weiterverkauft?

Laut „CNET“, habe die Polizei einen Anfang 20-Jährigen in besagtem Anwesen nach dem verlorenen Gerät befragt. Dieser gestand, in der Bar gewesen zu sein. Von einem dort gefundenen Smartphone will er jedoch nichts wissen. Er gewährte der Polizei, sein Haus nach dem Objekt zu durchsuchen; dies verlief ohne Erfolg. Dem Bericht zufolge, habe der Computerkonzern dem Mann sogar eine Belohnung versprochen, wenn er Apple den Prototypen aushändige. Dennoch blieb er bei seiner Aussage, von keinem iPhone zu wissen.

Was das Aussehen des iPhone-Prototypen angeht, ist bisher nicht viel bekannt. Es fehle jede Spur von dem Telefon. Offizielle Details, so „CNET“, gebe es nicht. Apple habe bislang darauf verzichtet, bei der Polizei einen genauen Report über den Verlust des Smartphones auszufüllen. Weiter heißt es in dem Bericht, der Prototyp sei längst veräußert worden; für 200 Dollar habe das iPhone über „Craigslist“, einer Art Schwarzes Brett im Netz, seinen Besitzer gewechselt. Stellungnahmen von Apple und „Craigslist“ seien bislang nicht zu erhalten.

iPhone-4-Debakel könnte sich wiederholen

Sollten die Informationen, die „CNET“ hier vorliegen, der Wahrheit entsprechen, so kann Apple nur hoffen, dass sich das Geschehen des vergangenen Jahres nicht wiederholt. Damals verlor der Apple-Mitarbeiter Gray Powell einen Prototypen des iPhone 4 in einem deutschen Bierhaus in San Francisco (newsecho.de berichtete). Dieses war durch ein iPhone-3G-Case getarnt. Durch einen Finder geriet das Gerät direkt in die Hände des Gadgetblogs „Gizmodo“, nur wenige Stunden später kursierten Detailfotos des iPhone 4 im Internet und machten schnell die Runde. Gerade Apple, das Unternehmen, das dafür bekannt ist, sämtliche Informationen über neue Produkte bis zur offiziellen Präsentation unter Verschluss zu halten, wird dieser Verlust mehr als geärgert haben. Es folgten Hausdurchsuchungen beim „Gizmodo“-Autor und gerichtliche Auseinandersetzungen.
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