Tablet-Konkurrenz

Discount-Lieferant Medion arbeitet am Aldi-iPad

Von Kevin Körber

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Foto: DPA Apple-Chef Steve Jobs mit dem neuen iPad.

Essen – Noch knapp einen Monat muss sich Deutschland auf den Verkaufsstart des iPads aus dem Hause Apple gedulden. Nachfolger stehen jedoch schon parat, um dem Tablet-Computer den Rang abzulaufen. Nach dem WePad plant nun auch Aldi-Hersteller Medion mit einem ähnlichen Gerät.

Spätestens zum Weihnachtsgeschäft will der Essener Techniklieferant sein hauseigenes Tablet auf den Markt bringen. Das berichtet die „Financial Times Deutschlands“ und beruft sich dabei auf nicht näher definierte Kreise des Unternehmens. Medion, dessen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr um fast die Hälfte eingebroch ist, will mit dem geplanten Discounter-Pad eine wesentlich kostengünstigere Variante des iPads von Apple darstellen und sich an preisbewusste Kunden richten. Nahe läge hier ein Verkauf über Discountketten wie beispielsweise beim Medion-Kunden Aldi. Über die Handelsketten des Discounters hat das Unternehmen zuletzt den Großteil seines Umsatzes von rund 1,4 Milliarden. Euro erwirtschaftet.

Medion-Chef Gerd Brachmann kündigte bereits im März an, dass man noch 2010 mit einem Tablet-PC aufwarten wolle, so die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“.

Experten erwarten, dass Elektronikkonzerne, die auf den Erfolgszug Apples aufspringen wollen, zahlreiche weitere iPad-Klone auf den Markt bringen werden. Für dieses Jahr haben Hewlett-Packard, Archos, die Asus-Tochter Pegatron und Telefunken ebenfalls Tablets angekündigt.

Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ ist Medion neben Chiphersteller Intel außerdem Lieferant der Komponenten für den iPad-Konkurrenten WePad von Softwarehersteller Neofonie. (ne/dpa)
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