Ablenkung statt Emanzipation

Obama kritisiert iPad und Spielekonsolen

Von Dominik Hammes

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Foto: DPA US-Präsident Obama bei einer Pressekonferenz in Venice.

Hampton – US-Präsident Brack Obama äußerte sich im Rahmen einer Abschlussfeier kritisch gegenüber Videospielen, Elektronik-Gadgets und den neuen Medien im Allgemeinen.

Der US-Präsident hielt eine Rede anlässlich der Abschlussfeier des aktuellen Jahrgangs der Hampton University in Virginia. Vor den versammelten Absolventen betonte er die Wichtigkeit einer guten Erziehung und äußerte sich kritisch gegenüber technischen Geräten, die mittlerweile für viele zum Alltag gehören.

Er erläuterte, dass die ehemaligen Studenten in einer Zeit erwachsen geworden sind, in der sie rund um die Uhr von verschiedensten Medien mit Inhalten bombardiert und mit Argumenten konfrontiert würden, deren Wahrheitsgehalt nicht immer sehr hoch sei.
Mit iPod, iPad, Xbox und Playstation würden Informationen zu einer Ablenkung, einer Form von Unterhaltung werden, statt zu einem Werkzeug der Emanzipation und der Stärkung des Individuums.

Zudem könne er die Geräte, wie er scherzhaft anmerkte, allesamt nicht bedienen. Diese neue Situation würde nicht nur die jungen Menschen, sondern auch die Vereinigten Staaten und die amerikanische Demokratie unter Druck setzen.

„Mit all diesen Stimmen, die in Blogs, dem Kabelfernsehen und dem Radio nach Aufmerksamkeit schreien, kann es manchmal schwierig sein […], zu erkennen, was man glauben soll; herauszufinden, wer die Wahrheit sagt und wer nicht. Sind wir ehrlich, sogar einige der verrücktesten Behauptungen können schnell an Verbreitung gewinnen – damit habe ich selbst so einige Erfahrungen gemacht.“

Obama betonte, dass diese neuen, atemberaubenden Entwicklungen nicht zu stoppen wären, es wäre jedoch möglich sie zu nutzen, sie zu formen und sich auf sie einzustellen – eine gute Ausbildung sei dabei hilfreich.
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