Neues aus der Gerüchteküche

iPad 2 mit USB, Kamera und FaceTime

Von Kevin Körber

Foto: DPA
Foto: DPA Selten hat ein Computer solche Schlagzeilen gemacht wie das iPad. Im Glanz des Herstellers Apple wollen sich nun auch andere sonnen.

Die Gerüchteküche um die nächste Generation von Apples Tablet iPad laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren. Insbesondere machen derzeit die Schlagwörter Gyroskop und Kamera die Runde. Und sogar von USB ist die Rede...

Vor der Keynote ist nach der Keynote. Getreu diesem Motto geht es bei allen Produkten aus dem Hause Apple zu. Kaum ist ein Gerät des Apfelkonzerns aus Kalifornien auf dem Markt, schon wirft das Netz die Spekulationsmaschinerie an und orakelt, was das Zeug hält. Immer wieder tauchen angebliche Meldungen von Zulieferern auf, die behaupten, nun wirklich und endgültig über handfeste Informationen zu neuen iPod-, iPhone- oder iPad-Generationen zu verfügen.

Als nächstes Mobile Device soll das iPad eine Überarbeitung erhalten. Wie das Netz flüstert, soll der Nachfolger von Apples erfolgreichem Tablet im Frühjahr 2011 dafür sorgen, dass sich wieder lange Warteschlangen vor den einschlägigen Fachgeschäften auf das Eintreffen des Geräts freuen.

Wie immer lässt Apple offiziell vor der Präsentation durch Steve Jobs höchstpersönlich keine Infos nach Außen sickern, mit welchen Neuheiten man überraschen will. Nein, nicht mal ob es eine zweite Generation von iPads geben wird ist sicher, bevor der Mann im schwarzen Rollkragenpullover es nicht selbst höchstpersönlich verkündet. Man lässt also ganz gezielt Platz für jegliche Spekulationen – das gehört zur Marketingstrategie.

Gyroskop, Retina Display

Tech-Blogs sagen dem Nachfolger des aktuellen iPad-Modells aktuell ein integriertes Gyroskop voraus. Apple hat das Kreiselinstrument zur besseren Steuerung von Bewegungen bereits im iPhone 4 eingesetzt. Ein weiteres Gerücht sagt dem iPad 2 ebenfalls das von iPhone 4 und iPod Touch bekannte Retina Display vorher. Hier könnte es lediglich an der verbauten Hardware scheitern, um eine ähnlich hohe Pixeldichte wie bei den kleineren mobilen Geräten von Apple sicherzustellen.

Die Internetseite „DigiTimes“ berichtet über den Artikel der „Economy Daily News“ aus China. Hier wird vermutet, dass kleinere Display-Panels zwecks „besserer Mobilität“ eingesetzt werden könnten. Apple wäre es so möglich, dünneres Glas zu verbauen.

Videotelefonie dank integrierter Kamera

Darüber hinaus will „DigiTimes“ den zukünftigen Kamerahersteller für das iPad 2 in Erfahrung gebracht haben. Laut Recherchen soll es sich um Largan Precisions aus Taiwan handeln. Die Firma produziert bereits die Kameras für Apples iPhone 4. Schon während Steve Jobs‘ Keynote zum iPad, glauben aufmerksame Blogger eine Frontkamera im iPad, das zur Präsentation genutzt wurde, entdeckt zu haben. Bis zum offiziellen Verkaufsstart spekulierte man damals darüber, ob Apple diese möglicherweise noch in die erste Generation integriert – leider vergebens. Mit einer integrierten Kamera soll dann künftig auch FaceTime, der Apple-Dienst zur Videotelefonie, im iPad der zweiten Generation an Bord sein.

USB-Anschluss für Apples Tablet?


Während es sich bei diesen Gerüchten fast schon um gesetzte Features handeln dürfte, überrascht, dass derzeit sogar über einen Mini-USB-Anschluss beim iPad 2 gemunkelt wird. Dieser würde dem Nutzer deutlich mehr Möglichkeiten zur Übertragung von Daten bieten, beispielsweise durch direktes Anschließen einer externen Foto- oder Videokamera. Das würde jedoch gegen die Firmenpolitik Apples sprechen, die vorsieht, dass diese Dinge über iTunes abgewickelt werden müssen und würde auch den Dock-Anschluss teilweise überflüssig machen.

Untermauert werden diese Spekulationen von der Investment-Bank Goldman Sachs. Hier will man im September bereits herausgefunden haben, dass das iPad der nächsten Generation über einen Mini-USB-Anschluss verfügen wird. Grund hierfür sei eine neue Richtlinie der EU, nach dessen Vorgaben zumindest alle Handys ab 2011 über einen USB-Anschluss als einheitliche Lademöglichkeit verfügen müssen.

Wie die Website „Patently Apple“ berichtet, zeige ein Apple-Patent aus der vergangenen Woche Skizzen eines iPad mit zweitem Dock-Anschluss, der sich an der Seite des Geräts befindet. Solche Patentanträge gab es bereits in der Vergangenheit zu den unterschiedlichsten Produkten aus dem Hause des Computerherstellers. Ihr bekanntestes Merkmal: Auch Jahre später wurde davon das Meiste nicht umgesetzt. Und somit bleibt es am Ende doch stets Steve Jobs überlassen, die Apple-Fangemeinde über das iPad 2 zu informieren – und zwar auf der entsprechenden Keynote.
Kommentare