Die wichtigsten Neuerungen
Das iPhone 4 ist da – und das kann es
Von Kevin Körber
Entscheidet man sich jetzt spontan für den Kauf des iPhone 4, wird man nicht vor Juli mit seinem neuen Smartphone rechnen können. Zu lang sind die Listen mit Namen derer, die sich bereits letzte Woche ein iPhone reserviert haben, zu gering die Mengen, die den einzelnen Telekom-Läden geliefert wurden. Wer sich noch nicht sicher ist, inwiefern das iPhone 4 für einen interessant sein könnte, hier eine kurze Zusammenfassung über Apples Hypehandy.
Mit seinen Ausmessungen (11,5 Zentimeter hoch, 5,8 Zentimeter breit, 9,3 Millimeter tief) ist es laut Apple das dünnste Smartphone der Welt. Insgesamt passen bis zu 32 Gigabyte auf die Apple-Neuheit.
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- iPhone 4 ab heute in Deutschland erhältlich
Für eine gestochen scharfe Darstellung sorgt das neue sogenannte Retina Display mit einer Auflösung von 960 x 640 Pixeln. Dieses ermöglicht eine Auflösung von 365 Pixel per Inch und verhindert, das Objekte, die auf dem iPhone 4 angezeigt werden, verpixelt erscheinen. Während der Keynote am 7. Juni präsentierte Apple-Chef Steve Jobs scharfe Text- und Bildbeispiele auf dem großen Beamer, anhand derer man den Unterschied zu den iPhone-Vorgängern deutlich erkennen konnte.
Längere Standby-Zeiten
Unter der Haube ist das neue Apple-Smartphone mit dem A4-Chip ausgestattet, der bereits im iPad zum Einsatz kommt. Er ermöglicht wesentlich längere Akkulaufzeiten als bisher üblich. So soll das iPhone 4 insgesamt eine Standby-Zeit von 300 Stunden besitzen. Als Beispiele präsentierte Jobs in einer Auflistung, dass mit einer Akkuladung 40 Stunden Musik hörbar ist, zehn Stunden Videobetrieb oder zehn Stunden Surfen mit eingeschaltetem Wi-Fi beziehungsweise sechs Stunden Internetsurfen mit UMTS. Wer mit einer Akkuladung via 3G telefoniert, dem bleibt das iPhone 4 laut Apple-Angaben sieben Stunden treu.
Fünf-Megapixel-Kamera und HD-Videoaufnahmen
Auf der Rückseite befindet sich die verbesserte Kamera mit fünf Megapixeln und einem Blitzlicht. Bereits vom iPhone 3GS bekannt ist das Tap-to-Focus-Feature, um Objekte mit Fingerdruck auf dem Touchscreen zu fokussieren. Ein spezieller „Backside Illuminated Sensor“ sorgt dafür, dass mehr Licht durch die Kamera eingefangen wird. Neben diesen Funktionen verfügt die Kamera auch über einen fünffach Digitalzoom.
Geschraubt hat man auch an der Videofunktion. Das iPhone-Update wird künftig HD-Videoaufnahmen in 720p und mit 30 Frames pro Sekunde ermöglichen. Auch in Videos kann mit der Tap-to-Focus-Funktion die Schärfe auf einem Objekt gestellt werden. Mit einem einzigen Klick lassen sich die gedrehten Videos sofort am iPhone 4 schneiden und über die bekannten Netzwerke wie YouTube, Facebook oder Twitter verbreiten.
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Für den Videoschnitt spendiert Apple dem neuen iPhone eine mobile iMovie-Version, welches man bisher nur von Mac-Rechnern kannte. iMovie verfügt über eine Timeline, in der sich Fotos und Videos bearbeiten und miteinander mischen lassen. Auch eine kleine Effektpalette mit verschiedenen Übergangseffekten wird iMovie in seiner iPhone-Version anbieten. Vorgefertigte Intro und Outros mit Animationen und Textfeldern verleihen den selbstgedrehten kleinen HD-Filmchen einen professionellen Touch. Mittels Geodaten lässt sich eine Weltkarte anlegen, auf der gekennzeichnete Orte mit entsprechend hinterlegten Filmen direkt abrufbar sind. iMovie wird für 4,99 US-Dollar im App Store exklusiv für das iPhone 4 erhältlich sein.
Das modifizierte Betriebssystem
Das neue iPhone-Betriebssystem, das ab sofort kurz und prägnant auf den Namen iOS 4 hört und seit Anfang dieser Woche bereits für alle Vorgängermodelle des iPhone und des iPod Touch verfügbar ist, beherbergt bereits bekannte Funktionen wie das langersehnte Multitasking. Mehrere Apps können nun ohne Probleme parallel zueinander laufen, durch eine intuitive Menüführung lässt sich zwischen den Programmen wechseln.
Mehrere Apps können auf dem Homescreen nun in eigene Ordner verfrachtet werden, um einem Icon-Chaos vorzubeugen. Das mobile Mail-Programm verfügt nun auch über die Option, den E-Mail-Eingang aller angelegten Konten anzuzeigen. Bisher musste man umständlich zwischen den einzelnen Konten wechseln. Microsofts Suchmaschine Bing wird ebenfalls Einzug aufs neue Betriebssystem halten – allerdings nur optional. Vom Werk aus wird weiterhin Google eingestellt sein.
Auch das vom iPad bekannte iBooks wird künftig für das iPhone verfügbar sein. Der Funktionsumfang gleicht dem des iPad. Kabellos lassen sich dann Lesezeichen oder Notizen in geladenen Büchern zwischen iPhone, iPad oder iPod Touch übertragen.
Deutschland eines der ersten Verkaufsländer
In den USA, in Frankreich, Deutschland, England und Japan ist das neue Apple-Smartphone ab heute käuflich erhältlich, weitere Länder folgen im Juli und im September. Bis September dieses Jahres wird das iPhone 4 in insgesamt 88 Ländern weltweit verfügbar sein.
Mit einem 24-Monats-Vertrag kostet das iPhone 4 in Deutschland beim Apple-Exklusivpartner Telekom im teuersten Complete-L-Tarif sowohl in der 16- als auch in der 32-Gigabyte-Variante einen Euro. Im günstigsten Complete-XS-Tarif müssen 299,95 Euro (16 Gigabyte) beziehungsweise 399,95 Euro (32 Gigabyte) gezahlt werden.
























