Beta gestartet

iCloud: Mehr Speicherplatz gegen Geld

Von Kevin Körber

Foto: Screenshot Apple
Foto: Screenshot Apple Die Startseite von iCloud.com. Der neue Dienst ist derzeit noch in der Beta-Phase.

Cupertino – Apple hat erste Informationen zu seinem Cloud-Dienst iCloud enthüllt. Registrierte Entwickler können ab sofort auf das neue Portal des Dienstes zugreifen. Bekannt wurde nun auch, dass man den Speicherplatz seines iCloud-Kontos künftig gegen Bezahlung erweitern kann.

Bevor im Herbst die Veröffentlichung des neuen Apple-Dienstes iCloud – wohl gemeinsam mit dem neuesten mobilen Betriebssystem iOS 5 – stattfindet, hat der Computerkonzern nun bereits Entwicklern auf die neue Plattform iCloud.com Zugriff gewährt. Damit ist die Betaphase des Synchronisationsdienstes, der MobileMe ablösen wird, eingeläutet.

Im Portal gibt es nun erste Eindrücke, wie die Arbeit mit iCloud künftig aussehen wird. Zunächst war bereits bekannt, dass Apple jedem Nutzer 5 Gigabyte Speicherplatz kostenfrei zur Verfügung stellen wird (newsecho.de berichtete). Diese können dann nicht nur für den kabellosen Abgleich von E-Mails, Kalendereinträgen oder Notizen verwendet werden; auch ganze Backups von iOS-Devices oder Office-Dokumente können in der Cloud Platz finden. Somit kann jedes neue Gerät sofort mit dem alten Speicherstand gefüttert werden. Erwähnenswert ist, dass Apple für Musik und Bücher aus dem iTunes Store, Apps aus dem App Store und den neuesten eigenen Fotos das Speicherkontingent nicht belastet.

Wem die 5 Gigabyte dennoch nicht ausreichen sollten, der kann kostenpflichtig zusätzlichen Speicherplatz in Apples Wolke ordern. Wie nun bekannt wurde, schlagen 10 Gigabyte mit 16 Euro, 20 Gigabyte mit 32 Euro und 50 Gigabyte mit 80 Euro pro Jahr zu Buche.

Darüber hinaus werden auch die drei iWork-Anwendungen „Pages“, „Numbers“ und „Keynote“ mit der iCloud verknüpft. Diese können von den Entwicklern in einer speziellen Beta-Version bereits getestet werden. Ebenso steht eine Beta-Version von iPhoto bereit, um Fotos direkt über die iCloud auf alle angeschlossenen Geräte zu synchronisieren.

Apple-Chef Steve Jobs stellte den neuen Cloud-Dienst Anfang Juni auf der Keynote im Rahmen der weltweiten Entwicklerkonferenz WWDC vor. Die Zeit sei vorbei, in der der Personal Computer im Mittelpunkt gestanden habe, sagte Jobs damals. „Manche Leute glauben, dass die Cloud nur eine Festplatte in den Wolken ist. Wir denken, dass es viel mehr ist.“
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