Apple nennt Zahlen
2.300 iMessage-Nachrichten pro Sekunde
Von Kevin Körber
Cupertino – Mit dem Nachrichtendienst iMessage griff Apple mit der Veröffentlichung von iOS 5 das Messenger-Konzept von Programmen wie „WhatsApp“ auf. Nun gab der Konzern erstmals Zahlen aus, die über die Nutzung des Dienstes Aufschluss geben.
Als großen Verlierer müssen sich hier die Mobilfunkanbieter sehen. Zumindest iPhone-Nutzer sind – wenn nicht schon längst über eine App eines anderen Anbieters geschehen – inzwischen zu iMessage gewechselt. Obgleich man nicht von einem Wechsel sprechen kann. Apple hat den SMS-Konkurrenten nahtlos in das System eingearbeitet, sodass die ehemalige SMS-App zum Kommunikationszentrum wurde. Verfügt der Gegenüber über iMessage, wird dies automatisch durch einen Abgleich erkannt, und zur Kommunikation genutzt. Dies zeigt sich auch in den Zahlen, die ein Apple-Sprecher nun gegenüber Jason Snell, seines Zeichen Autor bei „Macworld“, verraten hat.
Seit Ausgabe von iOS 5 am 12. Oktober 2011 seien bereits mehr als 100 Millionen Nutzer bei iMessage mit ihrer Mobilfunknummer oder ihrer Apple-ID registriert. In den vergangenen 131 Tagen seien über 26 Milliarden Nachrichten über iMessage versendet worden. Das entspricht weltweit 2.300 Nachrichten in der Sekunde. Zum Vergleich: Anfang November vergangenen Jahres nannte „WhatsApp“ ein Aufkommen von rund einer Milliarde Nachrichten pro Tag, was 694.444 pro Sekunde entspricht.
Steigende Zahlen durch Mac-OS-Integration
Mit der Vorstellung des neuen Mac-Betriebssystems namens Mountain Lion (newsecho.de berichtete), wird iMessage erstmals auch unter dem deutschen Namen „Nachrichten“ Einzug auf die Rechner von Apple halten und das bisherige Messenger-Programm iChat ersetzen. Darüber lässt sich dann vom Desktop-Rechner oder einem MacBook aus, mit allen iPhone-, iPad- und iPod-Touch-Nutzern, die mindestens über iOS 5 verfügen, gratis chatten. Natürlich können auch hier Fotos oder Videos ausgetauscht werden. Wird eine Konversation auf einem Gerät begonnen, so kann sie ohne Abbruch des Gesprächverlaufs auf jedem anderen iOS-Device mit der eigenen Apple-ID fortgesetzt werden.
Die Tatsache, dass „Nachrichten“ für Mac OS bereits als Beta-Version zum Download zur Verfügung steht, dürfte die Mobilfunkanbieter indes noch weiter ins Schwitzen bringen. So werden die jetzt veröffentlichten Zahlen, die sich bisher nur auf die mobilen Geräte beziehen, binnen kürzester Zeit weiter in die Höhe schießen.
























