Vergleich mit Furz-Apps

Apple verbannt Radio-Apps aus App Store

Von Dominik Hammes

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Foto: Screenshot Auf eigene Brandings müssen Radiosender künftig verzichten. Lediglich als Stream innerhalb einer Radio-Sammel-App können die Inhalte noch verbreitet werden.

Cupertino – Seit dem 10. November lässt Apple keine Apps mehr für den eigenen App Store zu, die sich auf lediglich einen Radio-Sender beziehen.

Der amerikanische Mediendienst „Radio“ berichtet, dass Apple in der Begründung für das Verbannen der zahlreichen Radio-Apps aus dem App Store angab, dass eine Radio-App, die lediglich einen einzigen Radiosender abdeckt, den gleichen Status habe wie eine Furz-App, sie sei als Spam innerhalb des Stores zu werten.

Ab sofort werde Apple keine neuen Apps von einzelnen Radiosendern mehr zulassen, neue Apps müssten mehrere Streams von verschiedenen Sendern in sich vereinen. Bereits existierende Apps würden jedoch nicht aus dem Store verbannt. Verständlich ist die Entscheidung, die unter anderem damit begründet wird, dass diese Apps keinen wirklichen Mehrwert bieten würden, jedoch nicht. Fast jeder Radiosender, der unter eigenem Branding eine App veröffentlicht, bietet neben den Live-Streams der eigenen Programme auch (oft regionale) Nachrichten, Wetter- und Verkehrinfos. Vermehrt werden die Apps sogar dazu genutzt, Hörer zu Radioreportern zu machen, um Bilder, Videos oder Staus einzureichen.

Direkt von dieser Entscheidung betroffen ist Jim Barcus, der selbst Apps für Radiosender erstellt. Er ergriff die Initiative und schrieb an die öffentlich bekannte Emailadresse von Apple-Chef Steve Jobs. Trotz nachvollziehbarer Argumente war die Antwort von Jobs so knapp wie eindeutig: „Sorry, but we've made our decision“ („Es tut mir leid, aber wir haben unsere Entscheidung getroffen“).

In der Szene der Apple-Fans wird nun über die Gründe hinter der Entscheidung spekuliert. Wenige glauben daran, dass das genannte „Spam-Argument“ wirklich der entscheidende Beweggrund war. Gerüchten zufolge könnte die Entscheidung im Zuge der Vorbereitungen für Apples Angebot für Musik-Streaming gefallen sein.
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