Social Network fürs Tablet

Facebook-App fürs iPad veröffentlicht

Von Kevin Körber

Foto: Screenshot „TechCrunch“
Foto: Screenshot „TechCrunch“ Die komplette Navigation der App läuft über die Menüleiste im linken Bildschirmrand.

Palo Alto – Angekündigt wurde sie bereits, die Facebook-App für das iPad. Nachdem bereits im Juli dieses Jahres erste Screenshots der Anwendung aufgetaucht sind, hat das Social Network die App nun veröffentlicht.

Besitzer eines Apple Tablets mussten bisher für die Nutzung des Social Networks Facebook auf alternative Apps von Drittanbietern zurückgreifen. Diese dienten zwar dazu, Facebook immerhin nicht über das Web-Interface auf dem iPad darzustellen, richtig funktional waren sie in ihrem Umfang jedoch alle nicht. Nun steht die offizielle iPad-App von Facebook zum kostenlosen Download über den App Store bereit.

Bereits im Sommer wurde angekündigt, dass sich eine offizielle App für das iPad in der Entwicklung befinden soll. Damaligen Hinweisen zufolge, sollte die Veröffentlichung schon im Juli unmittelbar bevor stehen, die iPad-App für Facebook soll bereits komplett fertig sein.

Die Website „TechCrunch“ hatte sich im Programmiercode der aktualisierten Facebook-App für das iPhone genauer umgesehen und dabei einen entsprechenden Code entschlüsselt, der die iPad-App offenlegte. Eine Quelle soll „TechCrunch“ zudem zugesichert haben, dass es sich bereits bei der damals entdeckten Version um die finale Version handeln soll.

Große Teile der App basieren auf HTML5, besonders wurde in einem vergangenen Test der Anwendung die einfache Navigation gelobt. Anders als bei der iPhone-App für Facebook, seien die wichtigsten Menüpunkte links in einer Spalte angeordnet. Der Ortungsdienst „Places“ zeigt die Freunde, die sich in der Umgebung aufhalten, auf einer großen Karte an.

Wie die „Huffington Post“ Ende September meldete, hat der ehemalige Facebook-Programmierer Jeff Verkoeyen in seinem Blog die grundlose Verzögerung der Veröffentlichung der Facebook-App als Hauptkündigungsgrund genannt. Verkoeyen arbeitet nun für Google. Er sei frustriert gewesen, 80 Stunden pro Woche an einem Projekt zu arbeiten, dessen Release-Datum sich ohne ihm bekannte Gründe immer weiter nach hintern verschob.
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