„Natürlich polarisieren wir“

Töten einer Ratte in „Battlefield 3“: PETA nimmt erneut Stellung

Von Lilian Mörscher

Foto: DPA/EA
Foto: DPA/EA Spielszene aus „Battlefield 3“.

Gerlingen/Redwood City – In den vergangenen Tagen echauffierte sich die Tierschutzorganisation PETA über das bekannte Spiel „Battlefield 3“, in dem der Spieler zwischenzeitlich eine Ratte „auf sadistische Weise“ töten muss (newsecho.de berichtete). Nun bezieht PETA gegenüber den empörten Gamern Stellung.

Die Organisation sieht solche Szenen als „verrohend“ an und gibt zu bedenken, dass es in Deutschland immer öfter zu Fällen von Tierquälerei durch Jugendliche komme. „Inspiration für diese Taten erhielten sie in der Vergangenheit oft auch von gewalttätigen Filmen und Computerspielen“, so PETA in einer ersten Pressemitteilung Anfang dieser Woche. Der Publisher Electronic Arts solle deshalb in Zukunft solche Szenen nicht mehr in Spiele packen.

Große Teile der Spielergemeinde hielten die Reaktion der Tierschützer allerdings für übertrieben und peinlich. Auf einen solchen Aufruf reagierte man eher amüsiert. Die Tierschutzorganisation nimmt nun erneut Stellung zum Thema.

PETA-Sprecher Hendrik Thiele bezeichnet die These der Organisation als Quatsch, so Netzwelt.de. Man sei natürlich nicht der Meinung, dass alle Spieler von „Battlefield 3“ auch im echten Leben anfangen, Tiere zu quälen, möchte jedoch verhindern, dass jeglicher Input in dieser Hinsicht blockiert werde, daher die Kritik an der Szene im Spiel. Solche Aktionen seien Teil der Strategie. „Natürlich polarisieren wir, um wahrgenommen zu werden“, sagte Thiele.

Ziel sei es, Tierrechtsthemen an vorderster Front immer wieder ins Gespräch zu bringen. So sollen möglichst viele Menschen informiert werden, damit sich vielleicht wieder einige für die Organisation einsetzen. „Selbst, wenn PETA-Mitarbeiter dabei ab und an wie Idioten wirken“, so Thiele.
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