Rote Zahlen
Nintendo sieht rot: Hoffnung auf die nächste Wii
Aktualisiert: 26.01.2012, 14:30 Uhr
Tokio - Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo steckt tief in den roten Zahlen fest. Der Anbieter der Wii-Konsole rechnet nun mit einem Jahresverlust von 65 Milliarden Yen (knapp 640 Mio Euro).
Nachdem die günstige Wii mit ihrer bewegungsempfindlichen Steuerung die technisch hochgerüstete Konkurrenz von Sony und Microsoft seinerzeit abhängen konnte, setzt Nintendo wieder auf ein ungewöhnliches Spielkonzept. Die Steuergeräte der Wii U bekommen einen kleinen Bildschirm, auf dem sich der Spieler zusätzliche Inhalte zum Spiel anzeigen kann. Auch die Grafik soll drastisch verbessert werden: Im Gegensatz zu Playstation 3 und Xbox 360 kann die heutige Wii keine Bilder in HD-Auflösung zeigen.
Die aktuellen Absatzzahlen offenbaren drastische Rückgänge. So wurden in den vergangenen neun Monaten knapp neun Millionen Wii-Konsolen abgesetzt. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr waren es noch 13,7 Millionen, davor sogar 17 Millionen. Zugleich äußerten einige Experten nach ersten Präsentationen bereits Zweifel, ob Nintendo mit der Wii U den Erfolg der Vorgängergeneration wiederholen kann. Allerdings traf auch der Triumph der Wii viele in der Branche unvorbereitet.
Zu kämpfen hat Nintendo auch bei mobilen Spielekonsolen - einem Bereich, in dem seine DS-Geräte die Platzhirsche sind. Den etablierten Spielespezialisten macht die Konkurrenz durch günstige Smartphone-Spiele zu schaffen. Nintendo versucht, die neuen Rivalen damit zu schlagen, dass das 3DS auch dreidimensionale Bilder ohne Spezialbrille anzeigen kann.
Das Geschäft mit der 3DS-Konsole nahm jedoch erst nach einer Preissenkung Fahrt auf. Zudem kamen erst zum Weihnachtsgeschäft neue Spiele wie „Mario Kart 7“ auf den Markt, die das Potenzial der Technik voll ausschöpfen. In den vergangenen Monaten konnte Nintendo 11,4 Millionen 3DS-Konsolen verkaufen. Der Absatz der klassischen DS-Geräte fiel dagegen im Jahresvergleich von 15,7 auf 4,6 Millionen. (dpa)























